Wissens-Begriff

Custom Labels

Custom Labels sind frei definierbare Produktfeed-Attribute für Segmentierung und Kampagnenlogik in Google Ads. Sie optimieren nicht automatisch, sondern liefern eine Datenstruktur, die Kampagnen, Reports, Feed-Regeln und Tools weiterverwenden können.
Definition

Custom Labels gruppieren Produkte nach Regeln.

Ein Custom Label ist ein optionales Attribut im Produktfeed. Der Wert wird frei definiert und beschreibt eine Produktgruppe, die für Kampagnenlogik, Feed-Regeln, Auswertung oder Tooling relevant ist.

Der Wert selbst verändert keine Ausspielung und hebt keine Performance an. Erst wenn Google Ads, Reports, Feed-Regeln oder ein Campaign Builder die Struktur nutzen, wird daraus operative Steuerung.

Custom-Label-Mapping
custom_label_0
Marge hoch

Marge und Business-Logik

custom_label_1
Saison Winter

Saison und Sortiment

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Top-Performer

Performance-Daten

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Preis unter Benchmark

Preisposition

custom_label_4
Abverkauf

Sortimentslogik

Regelquellen

Aus welchen Daten Custom Labels entstehen können.

Produktdaten

Kategorie, Marke, Produkttyp, GTIN, MPN, Variantenlogik und Verfügbarkeit können stabile Regeln liefern, wenn die Feed-Daten vollständig und konsistent sind.

Performance-Daten

Klicks, Kosten, Umsatz, Conversions oder fehlende Impressionen können Segmente wie Top-Performer oder No-Impression vorbereiten. Der Zeitraum und die Mindestdatenbasis müssen fachlich passen.

Preisposition und Marge

Marge, Preis unter Benchmark oder Preis über Benchmark können Label-Werte steuern, wenn Produktdaten, Benchmark-Signale und Business-Regeln gemeinsam geprüft werden.

Saison und Sortiment

Saison Winter, Abverkauf, Kernsortiment oder Aktionssortiment helfen bei Kampagnenstruktur und Reporting, brauchen aber klare Start- und Endlogik.
Beispiele

Neutrale Werte für Custom Labels.

Marge hoch

Ein Wert für Produkte, bei denen Marge eine Steuerungsfrage ist. Die Grenze muss aus der internen Business-Logik kommen, nicht aus dem Label selbst.

Saison Winter

Ein Wert für saisonale Sortimente. Er bleibt nur nützlich, wenn Sortiment, Zeitraum und Aktualisierung eindeutig definiert sind.

Top-Performer

Ein Wert aus Performance-Daten. Zeitraum, Kanal, Kosten- und Umsatzlogik entscheiden, ob die Einordnung belastbar ist.

No-Impression

Ein Wert für Produkte ohne Impressionen. Er zeigt ein Prüfsegment, aber noch nicht automatisch die Ursache.

Preis unter Benchmark

Ein Wert aus Preisvergleichsdaten. Er darf nur genutzt werden, wenn Datenabdeckung und Aktualität geprüft sind.

Abverkauf

Ein Wert aus Sortiments- oder Warenwirtschaftslogik. Er kann Kampagnen priorisieren, ersetzt aber keine Bestands- und Margenprüfung.
Funktionsweise

Wie aus Custom Labels Kampagnenlogik wird.

01

Regel definieren

Custom Labels beginnen mit einer fachlichen Entscheidung. Produkte werden nach Produktdaten, Performance-Daten, Preisposition, Marge, Saison, Sortiment, Verfügbarkeit oder Business-Logik gruppiert.
02

Wert in den Feed schreiben

Der definierte Wert landet in einem Custom-Label-Attribut. Der Feed transportiert damit eine Datenstruktur, aber noch keine automatische Optimierung.
03

Kampagnen und Reports nutzen den Wert

Google Ads, Produktgruppen, Reports, Feed-Regeln oder Tools wie ein Campaign Builder können die Werte später lesen und daraus Strukturen ableiten.
04

Aktualisierung absichern

Performance, Preis, Saison, Bestand und Sortiment ändern sich. Custom Labels brauchen deshalb einen passenden Pflege- oder Automatisierungsprozess.
Typische Fehler

Warum Custom Labels im Alltag unbrauchbar werden.

01

Labels ohne klare Entscheidung

Ein Wert wird angelegt, ohne zu klären, welche Kampagnen-, Reporting- oder Feed-Frage er beantworten soll. Das erzeugt zusätzliche Felder ohne Steuerungsnutzen.
02

Instabile oder uneinheitliche Werte

Abweichende Schreibweisen, wechselnde Grenzwerte und nicht dokumentierte Änderungen machen Produktgruppen und historische Auswertungen unzuverlässig.
03

Manuelle Pflege veraltet

Wenn Preise, Sortiment, Verfügbarkeit oder Performance wechseln, aber Custom Labels stehen bleiben, steuern Kampagnen nach alten Annahmen.
04

Zu viele Labels erzeugen Scheinpräzision

Feingliedrige Werte wirken präzise, können aber instabil sein, wenn Datenmenge, Regelwerk oder Kampagnenstrategie dafür nicht ausreichen.
05

Werte passen nicht zur Kampagnenstrategie

Custom Labels sind eine Datenstruktur. Sie verbessern nichts automatisch, wenn Gebotslogik, Budget, Produktgruppen und Reporting sie nicht sinnvoll verwenden.
Nächster Schritt

Custom Labels werden erst durch Regelwerk und Nutzung wertvoll.

Feed Management schafft die Datenbasis, der Feed Labelizer automatisiert die Vergabe, der Campaign Builder kann die Werte für skalierbare Kampagnenstrukturen weiterverwenden.
Datenstruktur zuerst, Automatisierung danach.